Project Description

Das Leitbild für das konzeptionelle Gepäckstück Boa Bag ist die Schlange, die sich bequem an den Körper anschmiegt und so neue Tragemöglichkeiten für Gepäck erlaubt. Wie Schlangen beim Verschlingen ihrer Beute auf ein Vielfaches ihres Leibesumfanges anschwellen, so passt sich die Tasche mit ihrem Volumen an ihren Inhalt an. Formal war eine Abgrenzug zu herkömmlichen
Taschen angestrebt, was sich hier in der Form des Ringes und ihren Abwandlungen durch Füllung widerspiegelt.

Um einen Schlauch zu generieren, der die von uns angestrebten Eigenschaften verkörpert, haben wir viel experimentiert. Über eine große Anzahl an verschiedenen Materialien und selbstgebauter Flechtvorrichtungen erstellten wir eine vielfältige Studienreihe an geköperten Schläuchen. Der Querschnitt des Materials, seine Breite und seine Beschaffenheit erzeugen dabei Ergebnisse mit unterschiedlichster Flexibilität. Über eine Veränderung der Werkzeuge und des Materials in ihrem Querschnitt konnten wir Schläuche erstellen, die gleichmäßig dicht sind und ihren Querschnitt verändern, wie Schlangen, die ihre Beute verschluckt haben.

Entstanden ist ein Schlauch, der zum Ring geschlossen wird und die Tasche Boa Bag bildet. Sie kommt ohne herkömmliche Bauteile wie Reißverschlüsse, Klettverschlüsse oder Knöpfe aus. Der Vorgang des Öffnens und Verstauens ergibt sich allein aus dem Material. Durch Eingreifen in das Geflecht kann dieses an beliebiger Stelle zu einer Öffnung aufgezogen werden. Die Öffnung dient zum Bepacken und sie kann danach einfach wieder durch Bewegung geschlossen werden. Das Geflecht strebt in seinen Ausgangszustand zurück. Die ungerichtete und ungewöhnliche Form bietet eine Vielzahl an Tragemöglichkeiten.

Das grobe Geflecht kann Nachteile haben, denn kleine Gegenstänge wie Münzen können schnell durch das Geflecht wieder hinausfallen. Genau dies kann sich z. B. am Strand jedoch ins Gegenteil kehren: der Sand fällt ebenso wieder heraus, während die anderen Gegenstände wohlbehalten transportiert werden.

Zusammenarbeit mit Alexander Wiefel.

The basic idea for this conceptional piecenof baggage is inspired by a snake that is snuggled closely to the body. The image presents a new way to carry bags. Snakes expand their bodies when they eat and so could do a bag that is adjusting to its content. We tried to find a unique and distinguishably design for our bag from, while using the ring as the basic form, which gets filled and grows.

To generate a flexible tube that embodies our intended properties we did a lot of experiments. With some self-build plaiting tools and a big variety of materials, we created a diverse study row of twilled tubes. These tubes varied in terms of flexibility, depending on the used material with its specific profile, breadth and surface structure. Adjusting the material and the plaiting tool, we finally could generate tubes with our intended purpose: A dense tube that could change its profile just like a snake that swallows its prey.

Subsequently to our experiments, we finally created a tube and formed it to ring-shaped bag, the Boa Bag. It is fitted without conventional components like zippers, hook and loop fasteners or buttons. The opening and closing mechanism of the bag just works out of the material. With grabbing in the plaiting at any place this could get opened. You can fill and close the bag with simple movements. The plaiting will return to its original state. The unconventional and fl exible ring form of the Boa Bag offers a lot of possibilities to carry the bag.

The netting has its disadvantages when it comes to small things like coins, which could fall througt. But this can also be a benefit: The sand that always enters your bag at the beach can fall out here easily, while all your other things stay safe in the bag.

Cooperation with Alexander Wiefel.