Project Description

    Die Korbflechterei ist eines der ältesten Handwerke der Menschheit. Es kann ohne Werkzeuge ausgeübt werden und gibt dem Menschen einen essentiellen Gegenstand: einen Behälter zum Verstauen und Transportieren.Als unsere Vorfahren noch Jäger und Sammler waren, haben Sie schon auf Körbe als ihre ersten Gepäckstücke zurückgegriffen. Sie haben darin Nahrung gesammelt, aufbewahrt und transportiert. In unserer westlichen Kultur sind Körbe aus dem Alltagsbild verschwunden, denn Sie wurden stückweit von industrielle gefertigten Behältern und Gepäckstücken verdrängt und ersetzt.

    An diese Beobachtung habe ich mit meiner Arbeit angeknüpft. Körbe dienen mir als archaisches Inspirationsbild um Gepäckstücke in unserer westlichen Welt zu hinterfragen und neu auszulegen. Meine Objekte sind angereichert an Funktionalitäten, die sich aus dem Fundus der Welt der Körbe ergeben und stehen in ihrer Erscheinung in der ästhetischen Tradition ihrer archaischen Vorbilder.

    Entstanden ist eine Gepäckkollektion bestehend aus einem Flaschenschutz, einer Kulturtasche, einem Rucksack, einem Seesack und einem Einkaufskorb. Alle Objekte spielen mit dem Bild des puren Korbes als reinen Behälter und des Korbes mit funktionalen Teile wie Trägern und Griffen als Gepäckstück. Sie bilden dabei die Bandbreite von Korbeigenschaften ab: von stabil bis elastisch, von durchlässig bis dicht.

Finnja Anders‘ master thesis is a case study in reviving an almost forgotten craft: basketry. With baskets in their traditional form in mind she questions the use of luggage in our western civilization. All objects in her collection play with the traditional role of a basket as a container and the basket as a functional piece of luggage. Each represents the diverse features of basketry: stable and flexible, pervious and dense – all at the same time.